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7. December 2005 - Stephan Fuchs, Bern - Es ist nicht möglich Harald Haack “nackt” in der Szene zu treffen. Die Digitalkamera ist Teil seines Lebens und ohne sie existiert er nicht. Von öffentlichen Straßen zu vergessenen und unbekannten Plätzen, fängt er mit seiner Kamera Details ein, die wir übersehen.
Nach seiner Serie mit Friedhofsskulpturen, die er in dieser Internet-Galerie zeigte, präsentiert er nun Schnappschüsse der Stadt Bern sowie der näheren Umgebung von Bern. Für mich, einem Bürger Berns, der vertraut ist mit den Geheimnissen der Stadt, überrascht mich Harald Haack mit der Schönheit und dem Reichtum von Berns Motiven. So wie er mich überraschte wird er auch Sie nun überraschen.
Manipulierte Fotos? Nicht wirklich. Haack erklärt es als einfache Bearbeitung, wie man sie von der analogen Fotografie her kennt, wenn man in der Dunkelkammer beim Vergrößern versucht das Beste aus einem Foto heraus zu holen. Mehr sind seine Manipulationen nicht - sie sollen den Blick auf das Wesentliche lenken.
Neben seinen bearbeiteten Fotos zeigt er auf diesen Webseiten auch die Originale, die nackten, “wahren” Fotos. Ein bisschen kleiner, aber das ist OK; er vermittelt damit die Idee seiner Bearbeitung und was daraus wurde.
Digitale Fotos sollten auch “entwickelt” werden. Allerdings muss man dazu nicht in die alchemistische Finsternis einer Dunkelkammer abtauchen, sondern man verwendet einen Computer. Wer auf die digitale Fotografie umstieg, dem blieb die alchimistische Finsternis weiterhin im Gehirn haften. Das ist der Punkt, wo die Geschichte eines Fotos beginnt und beim Arbeiten mit Grafiksoftware die Imagination genauso die Führung durch den Entwicklungsprozess übernimmt.
Die Fotografien von Harald Haack reichen weit über technisches Wissen und Ausrüstungsmöglichkeiten hinaus. Sie zeigen spontane, oft witzige Momente des Lebens, gepaart mit einer gewissen Portion Ironie. Doch schauen und entscheiden Sie selbst.
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